Vorbereiten des Gerätes  AK 200  S

Vor dem Gebrauch des Hämodialysegerätes  muß:

  • die Osmose eingeschaltet  sein
  • das Stromversorgungskabel mit einem geerdeten Netzanschluss verbunden sein
  • der Hauptschalter an der Rückseite eingeschaltet sein
  • die Wasserversorgung angeschlossen sein
  • die Dialysierflüssigkeitsschläuche mit den Sicherheitsanschlüssen verbunden sein
  • der Ablaufschlauch vorschriftsmäßig mit dem Ablauf-/Abwassersystem verbunden sein

 

Einbau des arteriellen Blutschlauchsystems

  • Aufhängen des ausgepackten 1500 ml  NaCl-0,9% Beutels an die Infusions­stange
  • Einbauen des ausgepackten Dialysators in der dafür vorgesehenen drehbaren Halterung an der linken Außenseite der AK Serie
  • Schraubverschlüsse am Dialysator oben und unten abschrauben und auf die Dialysat­flüssigkeitsanschlüsse an der Längsseite oben und unten wieder aufschrauben

Der ausgepackte arterielle Blutschlauch (erkennbar an den roten Verschlüssen) wird wie folgt eingebaut:

  • Das rote Schlauchende wird an dem einen der beiden Zugänge des 1500 ml NaCl-0,9% Beutels festgemacht, der Anschluss des Beutels wird nicht durchgeknickt
  • Die arterielle Expansionskammer oder auch Bubble-catcher genannt wird links von der Maschine in die Expansionskammerhalterung eingesteckt, die Klemme wird geschlossen
  • Zum Einlegen des Pumpensegmentes öffnet man die Abdeckung der arteriellen Blutpumpe (rechte Vorderseite der Maschine). Der „verdickte“ Schlauchteil (Pumpensegment) wird so vor die rechte Blutpumpe gehalten, dass das kurze Stück Schlauch (mit Klemme zum Anschließen für zusätzliche Infusionen) sich unten befindet und der ganz dünne Schlauch (Heparinleitung) zum späteren Anbringen der Heparinspritze oben ist. Infolge manueller Drehung der Kurbel an der Blutpumpe nach links (Gegenuhrzeigersinn) wird das Pumpensegment in das Pumpengehäuse eingesetzt

Hinweis: Bitte darauf achten, dass beim Einsetzen das Pumpensegment nicht durch die Schlauchführung eingeklemmt wird => geschieht dies dennoch, muß man die Kurbel der Blutpumpe ein Stück herausziehen und nach links drehen, um dadurch die Verklemmung zu lösen

  • Nach richtigem Platzieren des Pumpensegments anschließend die Abdeckung der Blutpumpe wieder schließen
  • Die Klemme für die zusätzlichen Infusionen wird geschlossen
  • Der Blutschlauch zwischen dem Bubble-catcher und dem Pumpensegment wird in der vorgesehenen Führung befestigt
  • Der untere Teil des Schlauches der von der Blutpumpe wegführt wird durch eine Führungsvorgabe in die arterielle Klemme eingelegt (zur Kontrolle: dieses Schlauchende des arteriellen Blutschlauchs führt zu dem angeschlossenen NaCl-0,9 %-Beutel)
  • Das vom arteriellen Bubble-catcher kommende Schlauchende mit dem roten Drehverschluß (Dialysatoranschluß) wird am unteren Ende des befestigten Dialysators aufgeschraubt. Um Verwirrungen des arteriellen Blutschlauchs und des später eingelegten venösen Blutschlauchs zu vermeiden, wird der jeweils eingebaute Blutschlauch nach Einlegen über die Maschine gelegt
  • Der arterielle Druckabnehmerschlauch bleibt lose hängen

 

Einbau des venösen Blutschlauchsystems

  • Der Auffangbeutel wird an die Infusionsstange gehängt
  • Der venöse Bubble-catcher (Tropfkammer) wird nach Öffnen der Halterung in den vorgegebenen Luftfallenkopf (Vorderseite Maschinenmitte) durch leichtes Zusammen­drücken der Kammer eingesetzt und zwar so, dass die Anzeigenlinie der Tropfkammer auf gleicher Höhe mit dem oberen Rand des Luftfallenkopfs ist. Halterung am Luftfallenkopf schließen. Der nach unten führende Schlauch wird in die Klemme des Fülldetektors eingelegt (muss bündig sitzen, sonst später keine Bluterkennung !!!)
  • Abdeckung der Luftfalle schließen, Klemmen schließen
  • Der venöse Druckabnehmerschlauch bleibt lose hängen
  • Dialysatoranschluß (blau) am oberen Ende des Dialysators aufschrauben
  • Wenn Heparinisierung gewünscht ist, die vorbereitete Spitze an die Heparinleitung des arteriellen Blutschlauches anschließen und wie folgt in die Heparinpumpe einlegen: Spritze so vor die Heparinpumpe halten, dass die Griffplatte in die vorgesehen Schiene passt und das Ende des Kolbens in die verschiebbare Halterung eingelegt werden kann. Mit dem Rädchen an der verschiebbaren Halterung wird die Spritze fixiert
  • Wenn keine Heparinisierung gewünscht wird, wird die Heparinleitung  mit einer blauen Plastikklemme abgeklemmt

Hinweis: Da beim Funktionstest auch die Blutpumpen und die Klemmen getestet werden, ist es wichtig, dass die Blutschläuche vor oder nach dem Test des Blutmonitors angeschlossen werden. Erst wenn in der Zeitanzeige die Schreibweise von „FCH“ in „Fch“ wechselt, ist dies möglich

 

Füllen und Spülen des extrakorporalen Kreislaufs

  • Einschalten des Gerätes durch Drücken der Ein/Aus-Taste für 3 Sekunden
  • Sämtliche Tasten- und Balkendiagramme auf dem Bedienfeld leuchten nach kurzer Zeit gleichzeitig auf, kurze Sichtkontrolle durch den Anwender zwecks Funktionsfähigkeit (Schraubenschlüssel?) Als leuchtende Tasten bleiben der „Ein/Aus-Schalter“, die „Volumensteuerungstaste“ und die „Bicarbonattaste“ zurück, alle anderen Lichter gehen wieder aus
  • An der linken Außenseite  AK Serie, die Bicarthalterungen oben und unten öffnen (den oberen Halter öffnen, ein Stück herausziehen und schräg nach oben klappen), dann die untere Öffnung der ausgepackten Bicart-Select-Kartuschen in das Loch im unteren Halter einführen, (diesen dabei mit der Hand unterstützen, da sonst die Gefahr besteht, dass er herausbrechen kann!), den oberen Halter absenken und die obere Öffnung der Bicart-Kartusche in das Loch des oberen Halters einführen. Durch Druck auf den oberen Halter werden die Öffnungen der Kartusche durchstochen und den Select Bag einlegen
  • Bei Verwendung von Konzentratkanistern Ansaugstab A (rot markiert) in den betref­fenden Säurebehälter stecken

Hinweis: Vor dem Füllen nochmals alle Anschlüsse und den Aufbau der Blut­-Schläuche überprüfen, mögliche Knicke beseitigen.

  • Wenn die Taste „Füllen“ blinkt, können die arteriellen und venösen Druckableitungen an die dafür vorgesehenen Druckaufnehmer (rechts neben der Luftfalle) befestigt werden
  • Bei aufgebauter SN-Doppelpumpe muß die zusätzliche Druckableitung (von der venösen Expansionskammer kommend) fest mit dem Systemdruckaufnehmer unterhalb der venösen Blutpumpe verbunden werden
  • Anschluss des 1500 ml NaCl-0,9% Beutels, der mit dem roten Schlauchende des arteriellen Blutschlauches verbunden ist, muss nach vorne und hinten durchgeknickt werden, damit die Spüllösung in das System gelangen kann
  • Taste „Füllen“ drücken, um den Füllmodus zu aktivieren
  • Blinkende Taste „Blutpumpe“ drücken – Blutfluss ist automatisch auf 100 ml/min eingestellt
  • Sobald die Spülflüssigkeit den Auffangbeutel erreicht hat, kann man  durch Öffnen der Klemmen und Schraubverschlüsse den venösen und arteriellen Bubble-catcher füllen und entlüften, danach wieder abklemmen und zuschrauben
  • Vorgehensweise bei SN-Doppelpumpe: Sobald die Spülflüssigkeit den Auffangbeutel erreicht hat, kann man durch Öffnen der Klemme und des Schraubverschlusses die venöse Tropfkammer füllen und entlüften, danach wieder abklemmen und zuschrauben. Durch Schrägstellung der venösen und arteriellen Expansionskammern nach hinten wird der richtige Pegel erreicht, wenn man diese Schrägstellung bis zum Anschließen des Patienten beibehält. Es ist aber auch möglich den Spiegel in diesen beiden Kammern zu setzen, indem man den Systemdruckaufnehmer kurz abnimmt (unterhalb der venösen Blutpumpe)
  • Der Pegel in der venösen Tropfkammer wird so reguliert, dass er deutlich über dem Luftfallenkopf liegt. Ist dieser Pegel richtig, beginnt die Taste „Luftfalle“ zu blinken und die Taste „Handhinweis“ bzgl. der inaktiven Luftfalle erscheint. Durch Drücken der blinkenden Taste „Luftfalle“ wird der Luftdetektor aktiviert und der Handhinweis erlischt
  • Durch leichtes Klopfen wird der Dialysator entlüftet(blau oben), dabei muß der blaue Schraub­verschluß nach oben zeigen (da die Spülflüssigkeit von rot nach blau läuft)
  • Wenn das Spülvolumen von 1000 ml erreicht ist, hält die Blutpumpe automatisch an und der Handhinweis „Spülvolumen erreicht“ erscheint
  •  Dialysierflüssigkeitsschläuche am Dialysator anbringen, wenn in der Zeitanzeige statt „Fch“ eine Zeit eingeblendet wird und die Taste „Bypass“ blinkt. Der mit roten Dialysatanschluß markierte Schlauch wird an die „rote“ Seite des Dialysators, der mit blauem Dialysatanschluß markierte Schlauch an die „blaue“ Seite des Dialysators angeschlossen(Gegenstromprinzip)
  • Blinkende Taste „Bypass“ drücken => dadurch wird der Dialysator gefüllt. Der Dialysator füllt von der blauen zur roten Seite, deswegen sollte er während des Füllens mit der roten Seite nach oben gedreht werden, damit Luft entweichen kann
  • Jetzt kann eine Einstellung der Behandlungsparameter erfolgen (kann aber auch während des Anschließens des Patienten noch eingestellt werden)
  • Vorbereitung ist beendet, der Patient kann nun angeschlossen werden

Hinweis: Soll der Füllvorgang neu gestartet werden, muß man die Taste „Füllen“ 3 Sekunden gedrückt halten, um den Füllmodus zu deaktivieren Anschließend muß man die blinkende Taste „Füllen“ erneut drücken, um den Füllmodus zu aktivieren  => jetzt leuchtet die Taste „Füllen“ wieder auf, der Spülvorgang wird fortgesetzt

 

Konzentrat – Standby

  • Nach abgeschlossenen Funktionstest kann das Gerät in einen Standby-Modus wechseln, indem der Konzentratverbrauch gestoppt wird.
  • Die Taste Bicarbonat muss 2x gedrückt werden, danach die leuchtende Pfeiltaste drücken um den Konzentrat-Standby-Modus zu aktivieren.
  • Gleichzeitig beginnt die Taste Bikarbonat zu blinken, und es wird ein Leitfähigkeitsalarm ohne Summer ausgelöst. Die  Zubereitung der Dialysierflüssigkeit wird wieder aufgenommen, wenn die Taste Bicarbonat 1x gedrückt wird. Die Dialysierflüssigkeit ist nach ca. 3 Minuten fertig.
  • Der  Standby-Modus wird automatisch deaktiviert, wenn dieser ab 1 h aktiv war.. Er kann jederzeit danach wieder deaktiviert werden (  nach 3 Minuten aktiver Modus )